Mesenchymale Stammzelltherapie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2: eine systematische Übersicht und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
Wer hat die Studie durchgeführt und welche Universitäten waren beteiligt?
Es handelt sich um eine internationale Forschungsgruppe. Zu den Organisationen der Autoren zählen die Misurata University (Libyen), die Helwan University (Ägypten), die University of Tripoli (Libyen), die Benghazi University (Libyen) und die Hamad Medical Corporation /
Hamad General Hospital (Katar). Ebenfalls beteiligt waren Forscher der Medical Research Group of Egypt und der Negida Academy.
Was wurde untersucht?
Die Autoren wählten 13 randomisierte kontrollierte Studien aus, an denen insgesamt 507 Patienten teilnahmen: 199 mit Typ-1-Diabetes und 308 mit Typ-2-Diabetes. Es wurden verschiedene MSC-Produkte analysiert, darunter Zellen aus der Nabelschnur/dem Wharton-Gel und dem Knochenmark, und die Ergebnisse wurden mit der Standardtherapie oder einem Placebo verglichen.
Nach 12 Monaten zeigten die zusammengefassten Ergebnisse in den MSC-Gruppen eine statistisch signifikante Senkung des HbA1c-Werts, eine Verringerung des täglichen Insulinbedarfs, einen Anstieg des Nüchtern-C-Peptid-Spiegels und eine Senkung des postprandialen Blutzuckerspiegels. Beim Nüchternblutzucker wurde hingegen kein statistisch signifikanter Unterschied festgestellt. Wichtig ist, dass sich die Studien hinsichtlich der Zellquelle, der Dosierungen und der Verabreichungswege deutlich unterschieden und ein Teil der einbezogenen RCTs ein hohes Risiko für systematische Fehler aufwies. Daher weisen die Autoren selbst auf die Notwendigkeit größerer und längerfristiger Studien hin.
Jahr: 2025
Zeitschrift: Diabetology & Metabolic Syndrome, 17:189
DOI: 10.1186/s13098-025-01619-6
Art: Systematische Übersichtsarbeit + Metaanalyse von RCTs
