Multilineage-differenzierende, stressresistente Zellen (Muse-Zellen) – Eine leicht zugängliche Nische pluripotenter Stammzellen mit einzigartigen und leistungsstarken Eigenschaften für vielfältige Anwendungen in der regenerativen Medizin
Die Arbeit wurde von Forschern des Department of Neuroscience, Biomedicine, and Movement Sciences der Universität Verona (Italien) durchgeführt. Korrespondenzautor: Riccardo Ossanna.
Was wurde untersucht?
Die Autoren haben die vorhandenen Daten zu Muse-Zellen (Multilineage-differentiating Stress-Enduring Cells) und deren Einsatzmöglichkeiten in der regenerativen Medizin systematisch zusammengefasst. Die Suche erfolgte in PubMed nach Veröffentlichungen bis Dezember 2022 unter Anwendung der PRISMA-Methodik; in die abschließende Übersicht flossen Studien zu den Eigenschaften von Muse-Zellen und deren Anwendung bei verschiedenen pathologischen Zuständen ein.
Besonderes Augenmerk legen die Autoren auf mehrere Eigenschaften der Muse-Zellen: die Fähigkeit, sich in Zellen aller drei Keimblätter zu differenzieren; Stressresistenz; Migration zu geschädigtem Gewebe; ihren potenziellen immunmodulierenden und entzündungshemmenden Wirkungen sowie der Tatsache, dass in den beschriebenen präklinischen Modellen keine Teratome entstanden sind. In der Übersicht werden Studien zu Muse-Zellen bei Schädigungen des Gehirns, des Herzens, der Leber, der Lunge, der Haut, des Darms, der Hornhaut, des Knochen- und Knorpelgewebes sowie anderer Organe behandelt.
Zeitschrift: Biomedicines, 2023, 11(6), 1587.
Autoren: Riccardo Ossanna, Sheila Veronese, Lindsey Alejandra Quintero Sierra, Anita Conti, Giamaica Conti, Andrea Sbarbati.
